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Weil am Rhein (sif). Eine Ära bei der Weiler Feuerwehr geht zu Ende: Hubert Strohmeier wird sich nach 42 Jahren aufopferungsvollem Feuerwehrdienst zurückziehen. Jahrzehntelang war in verantwortungsvoller Position als Friedlinger Abteilungskommandant, als stellvertretender Stadtbrandmeister und nach der Umstrukturierung 2010 als Kommandant der Stadtabteilung äußerst engagiert tätig.

Am Freitag bei der Hauptversammlung der Stadtabteilung wird sein Nachfolger gewählt. Hubert Strohmeier (58) bleibt noch bis Ende März im Amt, arbeitet seinen Nachfolger ein und wird dann im April bei der Hauptversammlung der Gesamtwehr verabschiedet. Er ist ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Mit ihm sprach Siegfried Feuchter.

Ja, das war mir mehr oder weniger in die Wiege gelegt worden, denn schon mein Opa und mein Vater waren sehr aktive Feuerwehrmänner. Diese Leidenschaft wurde offensichtlich vererbt.

 

Es ist der Punkt gekommen, an dem ich mir gesagt habe: jetzt reicht’s, jetzt sollen mal jüngere Leute ran. Deshalb habe ich mich entschlossen, mich aus dem aktiven Feuerwehrdienst zurückzuziehen. Der Feuerwehr werde ich natürlich trotzdem verbunden bleiben und in die Altersmannschaft wechseln.

 

Im Moment noch nicht. Ich freue mich, dass ich jetzt runterfahren und mehr private Freizeit genießen kann. Denn die Freizeit war in all den Jahren schon stark eingeschränkt.

 

Bereut habe ich es noch nie, denn es hat mir immer Spaß gemacht. Anderen Menschen helfen zu können war stets meine Motivation. Außerdem habe ich immer die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr geschätzt. Nach meinem Ausscheiden wird sich meine Freizeitgestaltung ändern. Denn in den zurückliegenden vier Jahrzehnten war ich an drei bis sieben Tagen in der Woche mit der Feuerwehr befasst. Und die Einsätze kann man sich auch nicht aussuchen – zur Tages- und zur Nachtzeit nicht.

 

Oh je, das weiß ich nicht. Ich habe nie Buch geführt und Stunden gezählt und weiß nur: es waren sehr, sehr viele.

 

Der Vitra-Großbrand Anfang der 80er Jahre war einer der größten Einsätze. Und gefährlich sind immer die Gefahrguteinsätze auf dem Bahngelände. Und gut erinnere ich mich auch noch an den grässlichen Unfall mit zwei Toten am Stauende auf der Autobahn.

 

Das ist eine psychisch starke Belastung, auf die jeder unterschiedlich reagiert. In solchen Fällen holen wir immer unseren Feuerwehrseelsorger zur Betreuung. Hinterher sitzen wir zusammen und arbeiten das Geschehen auf.

 

Die Jubiläen zum 125- und 150-jährigen Bestehen. Unvergesslich sind die großen Festumzüge. Und der Umzug in die neue Feuerwache 2010 war ein Quantensprung, denn dadurch hat sich die Situation für unsere Feuerwehr enorm verbessert.

 

Es sind in den zurückliegenden Jahren viel mehr technische Hilfeleistungen hinzugekommen wie Unfallrettung, viele Türöffnungen, wenn der Rettungsdienst bei älteren Leuten nicht in die Wohnung kommt, Beseitigung von Ölspuren und vieles mehr. Die Anzahl der Einsätze hat stark zugenommen. Auch werden wir, seit die Rauchmelderpflicht besteht, mit viel mehr Fehlalarmen und Einsätzen wie „Essen auf Herd“ konfrontiert. Wenn eine Brandmeldeanlage auslöst, rücken wir immer mit einem Löschzug, zwei Fahrzeugen und dem Drehleiterfahrzeug aus.

 

Ja, Bahngelände, Rhein, Autobahn und Bundesstraßen sind immer wieder Herausforderungen. Von den 325 Einsätzen der Gesamtwehr im vergangenen Jahr war die Stadtabteilung an 266 beteiligt, zumal bei uns auch die Sonderfahrzeuge angesiedelt sind. Apropos Ausrüstung: Wir sind der Stadt dankbar, dass Sie uns so gut unterstützt. Und OB Dietz hat immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehr.

 

Die funktioniert problemlos. Bei Gefahrgutunfällen beispielsweise unterstützen uns – je nach Gefahrgut – die Berufsfeuerwehr Basel, die Industrie-Feuerwehr Regio Basel (IFBR) oder die Feuerwehren von Novartis und Roche.

 

Die Stadtabteilung hat derzeit 82 Aktive, die Jugendfeuerwehr rund 30 Mitglieder. Nachwuchsarbeit ist wichtig, um neue freiwillige Feuerwehrleute rekrutieren zu können. Viele Aktive und die meisten Führungskräfte kamen von der Jugendfeuerwehr.

Wollten Sie schon als kleiner Junge Feuerwehrmann werden?

Tag und Nacht mussten Sie einsatzbereit sein und haben auch unzählige Einsätze und Übungen absolviert. Das bedeutet Verzicht auf viel Freizeit. Sind Sie nach so vielen Jahren jetzt etwas müde geworden?

Fällt Ihnen nach solch einem aufreibenden Feuerwehrleben der Abschied schwer?

Ist Ihnen dieser Verzicht schwer gefallen? Haben Sie es schon einmal bereut, sich so stark dem Feuerwehrdienst verschrieben zu haben?

Wie viele Einsätze haben Sie in den mehr als vier Jahrzehnten absolviert?

Was war Ihr schwierigster und gefährlichster Einsatz?

Wie verkraften Feuerwehrleute schwierige Einsätze?

Was gehört zu den schönsten Erlebnissen?

Wie hat sich der Feuerwehrdienst in all den Jahren gewandelt?

Die Stadtabteilung, deren Kommandant Sie sind, ist durch die Grenzlage zudem besonders gefordert.

Wie steht es um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit?

Ist die Weiler Feuerwehr personell gut aufgestellt? Wie steht’s um den Nachwuchs?

 

Christoph Schäuble folgt auf Uwe Sachs

geschrieben von Montag, 06 Februar 2017 22:36

Die Freiwillige Feuerwehr in Ötlingen hat einen neuen Kommandanten. Die aktiven Mitglieder wählten ihren Kameraden Christoph Schäuble für die nächsten fünf Jahre zum neuen Abteilungskommandanten.

WEIL AM RHEIN-ÖTLINGEN. Die Freiwillige Feuerwehr in Ötlingen hat einen neuen Kommandanten. Bei der 150. Abteilungsversammlung wählten die aktiven Mitglieder ihren Kameraden Christoph Schäuble für die nächsten fünf Jahre zum neuen Abteilungskommandanten. Er löst damit Uwe Sachs ab, der das Amt 23 Jahre innehatte. Auch Andreas Jänsch stellte nach 21 Jahren seinen Posten als Schriftführer zur Verfügung, den nun Benjamin Währer übernimmt.

Sachs hat seit 1994 sein verantwortungsvolles Amt ausgeübt und dabei an unzähligen Sitzungen teilgenommen und zweifellos noch mehr Einsätze und Übungen geleitet. Aus gesundheitlichen war für ihn jetzt Schluss und er stellte sein Amt zur Disposition: Mit Christoph Schäuble war ein Nachfolger schnell gefunden. Er war einziger Kandidat und wurde in geheimer Wahl einstimmig mit 19 Stimmen unter großem Beifall gewählt. Uwe Sachs, der beliebte Abteilungskommandant erhielt von allen Seiten nur Lob und Anerkennung.

Der 47-jährige Christoph Schäuble ist in Rheinfelden (Baden) aufgewachsen. Im Jahr 2005 zog er von der Ortenau nach Ötlingen und trat damals gleich in die Feuerwehr ein.

Keine Ware „von der Stange“

geschrieben von Dienstag, 31 Januar 2017 10:27

Als „Werkzeug der Feuerwehr“ und „Basis, die gebraucht wird“ bezeichnete Oberbürgermeister Wolfgang Dietz das neue Fahrzeug vom Typ LF-20, das am Sonntag im Rahmen einer Feierstunde in der Weiler Feuerwache übergeben wurde.

Weil am Rhein. „Ohne das wird es nichts“, betonte der OB und erklärte, schließlich würde auch kein Handwerker ohne seine Ausrüstung kommen, wenn er gerufen wird. Auf die Wehr sei Verlass, lobte er. „Sie ist präsent.“

Sein besonderer Dank galt dem Gemeinderat, schließlich gebe dieser die Mittel frei. Bei dem Fahrzeug handle es sich um modernste Technik und keine Ware „von der Stange“. Das neue Fahrzeug dient dem Ersteinsatz und kann Wasser mitführen.

Die Anschaffungskosten lagen bei rund 408 000 Euro – „etwas weniger als ein Kunstrasenplatz“, wusste der Oberbürgermeister. Und das sei die neue Währung in Weil, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu. Der Zuschuss des Landes Baden-Württemberg liegt bei 91 000 Euro – wird aber erst über mehrere Jahre verteilt fließen. Deshalb müsse die Gemeinde in Vorleistung gehen. „Aber die Feuerwehr braucht unterschiedliche Fahrzeuge und diese müssen auch irgendwann in Rente geschickt werden“, erklärte Dietz. Dann brauche es Ersatz.

Pfarrer und Dekan segnen das Fahrzeug

Dietz wünschte der Feuerwehr wenige Fahrten im Sinne von wenigen Notfällen und stets unfallfreie Fahrten.

Neben OB Dietz konnte Abteilungskommandant Hubert Strohmeier unter anderem auch den stellvertretenden Kreisbrandmeister Klaus Werner und Pfarrer Michael Hoffmann begrüßen. Letzterer übernahm gemeinsam mit Dekan Gerd Möller die Segnung des neuen Fahrzeugs. „Es handelt sich nicht um ein Spielzeug, sondern eine lebensrettende Notwendigkeit“, betonte der Pfarrer. Jeder hoffe zwar, die Feuerwehr nicht zu brauchen, aber garantieren könne das niemand – und deshalb müssten die Floriansjünger gerüstet sein. Er wünschte ihnen, in den „Grenzsituationen des Lebens“ stets den Segen Gottes zu spüren.

Das LF-20 ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 1987, informierte Stadtbrandmeister Klaus Gempp. „Viele Fahrzeuge werden derzeit 30 Jahre alt und gerade ein Ersteinsatzfahrzeug wird stark belastet.“ Gleichzeitig werde aber die Beschaffung neuer Fahrzeuge immer schwieriger. Mit den europaweiten Ausschreibungen müssen Agenturen beauftragt werden.

Gempps Dank galt auch dem Gemeinderat, bei dem sie „fast jedes Jahr vorstellig werden“. „Aber wir stoßen immer auf ein offenes Ohr“, freute er sich. Auch die Drehleiter der Feuerwehr, Baujahr 1990, sollte bald ersetzt werden. Allerdings gebe es derzeit keinen Zuschuss, deshalb muss die Anschaffung mindestens um ein Jahr verschoben werden. „Wir sind gespannt, ob sie es aushält“, erklärte Gempp.

Nach der offiziellen Übergabe war die Bevölkerung zur Besichtigung des Fahrzeugs eingeladen. Es verfügt über einen Wassertank, der 2400 Liter fassen kann, war von Frank Sommerhalt zu erfahren. Auch eine automatische Schaumzumischung und ein LED-Lichtmast gehören zur Ausstattung. Die Pumpen leisten 2000 Liter in der Minute.

Für die musikalische Umrahmung der Übergabe sorgte der Spielmannszug.

Ausfälle des 27 Jahre alten Fahrzeugs häufen sich / Neubeschaffung bereitet Probleme.

WEIL AM RHEIN. Die große Drehleiter gehört mit zu den Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr, die am häufigsten im Einsatz sind – doch inzwischen häufen sich die Ausfälle. Erst in der vergangenen Woche musste die Leiter wieder repariert werden. Schlecht sieht es auch mit der Ersatzbeschaffung aus: Für 2017 kann die Stadt nicht mit einem Zuschuss rechnen. Vor 2018 kann damit nicht einmal die Ausschreibung auf den Weg gebraucht werden.

"Ohne die rund 200 000 Euro, die das Land im Regelfall zu dem Kauf beisteuert, liegt erst einmal alles auf Eis", fasst Stadtbrandmeister Klaus Gempp die unerfreuliche Situation nach der Absage aus Stuttgart zusammen. Denn dass die Stadt auf den Zuschuss verzichtet, sei nicht wahrscheinlich. Da ein Zuschussantrag aber ungültig wird, wenn mit der Ausschreibung begonnen wird, bevor das Land über den Antrag entschieden hat, bleibt derzeit nichts anderes übrig, als zu warten und darauf zu hoffen, dass die Weiler Feuerwehr im kommenden Jahr zum Zuge kommt. Dann, so Gempp, seien die Chancen auch erheblich besser. Da nämlich für 2017 bereits den Feuerwehrkameraden in Efringen-Kirchen ein Zuschuss für eine Drehleiter zugesagt wurde und Weil am Rhein ja mit einem Zuschuss für den Bau des Feuerwehrgerätehauses in Märkt rechnen darf, wäre die Zusage aus Stuttgart eine gewisse Überraschung gewesen – allerdings hatte man wegen der besonderen Dringlichkeit durchaus Hoffnungen gehabt, außer der Reihe einen Zuschlag zu bekommen, so Gempp.

Denn dass die 27 Jahre alte Drehleiter möglichst rasch einen Ersatz benötigt, steht außer Frage. "Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Reparaturen und das kostet natürlich auch viel Geld", so Gempp. Wie lange das Fahrzeug noch seinen Dienst tut, lasse sich nicht abschätzen.

Sichergestellt ist in jedem Fall die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr. Sobald ein Problem mit der Drehleiter auftaucht, wird das an die Leitstelle nach Lörrach gemeldet, so dass bei Einsätzen automatisch eine der beiden in Lörrach stationierten Drehleitern nach Weil ausrückt. Auf Dauer sei das aber kein Zustand, so Gempp, der auf eine rasche Entscheidung hofft. Denn auch die europaweite Ausschreibung und die genau auf die Bedürfnisse der Weiler abgestimmte Montage der Leiter auf das Fahrgestell benötigen Zeit. Ein weiteres Jahr, so Gempp müsse man schon ansetzen, bis nach der Zuschusszusage das Auto in Weil vorfahren kann – vor 2019 ist damit kaum zu rechnen.

Haltinger Wehr war 2016 so stark gefordert wie selten und erweist sich als überaus leistungsfähig.

WEIL AM RHEIN-HALTINGEN. Die Freiwillige Feuerwehr in Haltingen hat ihren bewährten Kommandanten Jürgen Engler in geheimer Wahl einstimmig und mit großem Applaus in die zweite Amtszeit wählt. Sein Vertreter bleibt Lukas Eggs. Bei der Hauptversammlung am Freitag zeigte sich das Führungsteam dankbar und stolz auf die gute Kameradschaft.

99 Mal musste die Feuerwehr ausrücken, was eine beachtliche Steigerung gegenüber 62 Einsätzen im Vorjahr bedeutet. Darunter waren 40 Brandeinsätze, 28 Rettungseinsätze, davon zwölf Alarmierungen mit dem Stichwort Rheinrettung sowie 31 technische Hilfeleistungen.

Die Fehl- oder Täuschungsalarme durch die Brandmeldeanlagen sind erfreulicherweise auf 18 gegenüber 30 in den Vorjahren zurückgegangen. Täuschungsalarme sind Alarmierungen, bei denen die Anlage fehlerfrei funktioniert, aber das Notsignal etwa durch große Stauberzeugung ausgelöst wird. Hierbei appellierte Jürgen Engler zum einen an die Feuerwehrleute, sich auch durch wiederholte falsche Alarme nicht demotivieren zu lassen, und zu allen Einsätzen zu kommen. Zugleich hielt er die Betriebe an, alles dafür zu tun, dass die Zahl der Fehlalarme weiter reduziert werde.

Neben fortlaufenden Übungen und Weiterbildungen, über die Schriftführer Peter Hofer ausführlich berichtete, tätigte die Abteilung auch einige Anschaffungen, um technisch und was die Ausrüstung betrifft auf einem guten Stand zu bleiben, unter anderem ein 30 Meter Schlauchpaket, einen Hochdruckreiniger und einen Werkzeugholster. In fünf Sprachen wurden die Flüchtlinge im Sägeschopf über Brand und Notfälle instruiert. Um es den Neu-Bürgern zu veranschaulichen, inszenierte die Wehr gleiche eine Übung, davon waren zwei Flüchtlinge so angetan, dass sich spontan bereit erklärten sich bei der Feuerwehr zu engagieren.

Die Pflege der Kameradschaft wurde mit dem Abteilungsausflug, dem Rettichfest sowie dem jährlichen Treffen mit den Trebbiner Kameraden und der Weihnachtsfeier unterstrichen. Abschließend dankte Engler seiner gesamten Mannschaft sowie dem Führungsteam der Gesamtwehr um Klaus Gempp und der Stadt für die Unterstützung. Weiter wünschte er Markus Probst in seiner neuen Funktion als Löschmeister alles Gute. Den langjährigen Kameraden Werner Probst verabschiedete der Kommandant in die Altersabteilung und schenkte ihm als Dank ein Feuerwehrfahrzeug zum Spielen mit dem Enkel.

Stadtbrandmeister Klaus Gempp, der mit seinem Stellvertreter Hubert Strohmeier und mit Ellen Nonnenmacher von der Stadtverwaltung an der Versammlung teilnahm, sprach im Namen der Gesamtwehr seinen Dank für das Engagement der Abteilung Haltingen aus. Die Haltinger Wehr habe eine gute Entwicklung mit vielen jungen Gesichtern sowie einen tollen Zusammenhalt, so Gempp.

Märkter Kameraden hoch motiviert

geschrieben von Donnerstag, 26 Januar 2017 23:25

Uli Weber bleibt an der Spitze der Abteilung, die 2016 die stolze Zahl von 118 Terminen absolvierte / Vorfreude auf neues Gerätehaus.

WEIL AM RHEIN-MÄRKT. Bei der Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung Märkt wurde Uli Weber für fünf weitere Jahre Abteilungskommandant bestätigt. Ihm zur Seite stehen seine beiden Stellvertreter Thomas Pradler und neu Michael Huber, der in die Führungsaufgabe hinein wachsen und das Team, das den Neubau des Gerätehauses begleitet, verstärken soll.

Das neue Rettungsboot, das im September in Rostock abgeholt wurde, soll im April offiziell vom Landratsamt eingeweiht werden.

In seinem Jahresbericht ließ der Abteilungskommandant das Jahr 2016 Revue passieren. Bei 118 Terminen wurden insgesamt 2136 ehrenamtliche Stunden (Vorjahr 1624 Stunden) geleistet. Von den 39 Einsätzen teilen sich auf in 14 Hilfeleistungen auf dem Rhein, einen Brandeinsatz, fünf technische Hilfeleistungen, vier Alarmauslösungen durch Brandmeldeanlagen, eine Tierrettung, vier Einsätze der Führungsgruppe und zehn sonstige Einsätze. Ganz wichtig war es für den Abteilungskommandanten, dass alle Kameraden immer unfallfrei ins Gerätehaus zurückgekehrt sind. Weber dankte den Kameraden für die durchschnittlich 77-prozentige Beteiligung an den 24 Übungen sowie den 20 Bootsübungen.

Ohne Fehlzeiten war Uli Weber, je einmal fehlten Thomas Pradler und Waldemar Reider. Auch Fort- und Weiterbildungen wurden wahrgenommen, außerdem standen Ausschusssitzungen, Gruppenführersitzungen, Grund-, Funk- und Maschinistenausbildungen sowie je ein Truppführerlehrgang und eine Fortbildungsmaßnahme in Messtechnik auf dem Programm. Dazu kam eine Vielzahl gesellschaftlicher Aktivitäten vom Fasnachtsfeuer, Maibaumstellen und der Brückeneinweihung bis zum Ankerhock.

Kassierer Daniel Maier berichtete in seinem 15. und letzten Bericht über die finanzielle Situation. Die beiden Kassenprüfer Horst Bleckwehl und Raphael Rinkes bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung. Der dienstälteste Feuerwehrkamerad Karl Pradler hielt die Laudatio auf den ausscheidenden Kassierer und überreichte ihm ein Geschenk.

Stadtbrandmeister Klaus Gempp, der mit seinem Stellvertreter Hubert Strohmeier und mit Ellen Nonnenmacher von der Stadtverwaltung an der Versammlung teilnahm, sprach im Namen der Gesamtwehr seinen Dank für das Engagement der Abteilung Märkt aus. Gempp hoffe, dass die Planungen für das neue Gerätehaus bis Ende dieses Jahres abgeschlossen seien. In diesem Zusammenhang dankte er der Stadt für ihre Unterstützung. Für Strohmeier, der sein Amt abgeben wird, war es der letzte Besuch in dieser Funktion in Märkt.

Beeindruckt von der Arbeit und dem Einsatz für die Sicherheit der Bürger zeigte sich Ortsvorsteher Stefan Hofmann, der sich im Namen der Bürger und des Ortschaftsrats für den ehrenamtlichen Dienst an der Allgemeinheit bedankte. Einen hohen Stellenwert habe auch Feuerwehrseelsorger Uwe Degenhardt, der den Kameraden bei belastenden Einsätzen beistehe.

Wahlen: Abteilungskommandant Uli Weber, 1. Stellvertreter Thomas Pradler; (beide wie bisher), 2. Stellvertreter Michael Huber, Kassierer Patrick Kurz für Daniel Maier, Mannschaftsvertreter Rolf Rung (wie bisher).

Termine: Hauptversammlung Freiwillige Feuerwehr Weil am Rhein am 7. April im katholischen Gemeindehaus; Ankerhock am 28. Juli

So viele Einsätze wie noch nie in einem Jahr hat die Abteilung Stadt der Freiwilligen Feuerwehr Weil am Rhein im alten Jahr absolviert. Mit 307 Einsätzen wurde erstmals die 300er-Grenze übertroffen.

Am einsatzreichsten seit 2005 war bisher das Jahr 2014 mit 299 Alarmierungen gefolgt von 2012 (279 Einsätze), 2015 (262) und 2006 (254). Die wenigsten Alarme seit 2005, nämlich 214, registrierte man 2009.

Die meisten Einsätze gab’s im vergangenen Jahr im Juni, als die Wehr 63-mal ausrückte, also im Schnitt jeden Tag zweimal im Einsatz war. Rund 30 Einsätze entfielen aber allein auf den 8. Juni, als ein Gewittersturm für Überschwemmungen sorgte. Zweitstärkster Monat war der Juli mit 34 Einsätzen. Bei 20 Prozent der Einsätze, also rund 60-mal, musste die Wehr ausrücken, weil Brandmelder Alarm gaben. Ein Eingreifen war aber nicht nötig.

Feuerwehr mit 321 Einsätzen stark gefordert

geschrieben von Mittwoch, 28 Dezember 2016 22:15

Weil am Rhein (sif). Die Freiwillige Feuerwehr war im zu Ende gehenden Jahr besonders stark gefordert. Bis gestern mussten die Floriansjünger 321-mal ausrücken, wie Hubert Strohmeier, Kommandant der Stadtabteilung und stellvertretender Stadtbrandmeister, auf Nachfrage mitteilte. Zum Vergleich: 2015 waren es 53 Einsätze weniger.

Längst nicht mehr nur bei Brandeinsätzen wird die Feuerwehr gerufen, sondern vielschichtig ist das Einsatzspektrum. Vor allem die Gefahrguteinsätze im Rangier- und Umschlagbahnhof sind zeitaufwändig.

Ob der vielseitigen Anforderungen muss auch die Ausrüstung stets auf dem neusten Stand sein. Deshalb freut sich die Feuerwehr über das neue Erstlöschfahrzeug, das Ende Januar offiziell übergeben wird.

Mit vereinten Kräften geübt

geschrieben von Mittwoch, 09 November 2016 18:03

Zur gemeinsamen Abschlussübung traten die Feuerwehrabteilung Haltingen und der DRK-Ortsverein Weil am Rhein-Haltingen am Sonntag an. Um 9 Uhr wurde von der Rettungsleitstelle in Lörrach über die Alarmmeldeempfänger alarmiert.

Weil am Rhein-Haltingen. Ein „Zeitungsausträger“ , gespielt vom Feuerwehrnotfallseelsorger Uwe Degenhardt, hatte an der Haltinger Kreuzstraße 1 das laute Piepsen eines Rauchmelders gehört und über die Notrufnummer 112 die Rettungskräfte alarmiert.

Kurz nach dem Alarm traf Zugführer Axel Schiffmann an der Einsatzstelle ein und erkundete die Lage. Der Angriffstrupp des gleich danach eingetroffenen Löschfahrzeugs „16.12“ öffnete die Eingangstüre der Villa und begab sich unter schwerem Atemschutz und einer Löschleitung in das verrauchte Gebäude, um nach Personen im Gebäude zu suchen und einen Brandherd zu lokalisieren.

Kurz danach wurden die ersten „Bewohner“ gerettet und den Helfern des DRK-Ortsvereins unter der Leitung des stellvertretenden Kreisbereitschaftsführers Stefan Ohm in einem zuvor aufgebauten beheizbaren Schnelleinsatzzelt betreut und erstversorgt. Vor der Übung hatte Britta Ohm den „Verletzten“ wieder einmal mehr mit voller Hingabe Brandwunden angeschminkt.

Die Drehleiter der Abteilung Stadt wurde anschließend in Stellung gebracht, um Bewohner aus dem Dachgeschoss retten zu können. Die Besatzung des Löschfahrzeugs „KatS“ hatte den Einsatzbefehl, ebenfalls unverzüglich zur Menschenrettung vorzugehen, was bei solchen Einsätzen immer höchste Priorität hat, wie es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr heißt. Gleichzeitig wurde mit einem Überdrucklüfter das Gebäude rauchfrei geblasen und mit der Brandbekämpfung begonnen.

Nach rund einer Stunde waren alle Übungsaufgaben abgearbeitet und die Übung wurde mit einem „Wasser Halt – zum Abmarsch fertig“ beendet. Die Übung hatte der stellvertretende Haltinger Abteilungskommandant Lukas Eggs, sorgfältig vorbereitet. Der stellvertretende Stadtbrandmeister Hubert Strohmeier und der stellvertretende Abteilungskommandant der Abteilung Stadt, Björn Wissler, waren als aufmerksame Übungsbeobachter zugegen. Auch Ortswehrführer Lars Wätzig und seine Frau aus der Partnerstadt Trebbin waren unter den interessierten Zuschauern.

Ortsvorsteher Michael Glessner dankte im Namen der Stadt den ehrenamtlichen Rettungskräften für ihren Einsatz bei der Übung und das ganze Jahr über.

 

 

 

 

 

 

Wehr rückt an den Ortsrand

geschrieben von Freitag, 07 Oktober 2016 21:35

Ortschaftsrat fällt einstimmig die Entscheidung über den Standort des neuen Gerätehauses.

WEIL AM RHEIN-MÄRKT. Der Märkter Ortschaftsrat hat sich am Mittwoch einstimmigen für den Standort und den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Märkt entschieden. Nach dem Votum des Rates soll das neue Gerätehaus am Ortsausgang Richtung Eimeldingen entstehen und auch Räume für die Ortsverwaltung beherbergen. Der Erste Bürgermeister Christoph Huber war zuversichtlich, dass bis Ende 2017 die Baugenehmigung vorliegt und dass die Stadt ab Mitte 2018 bauen kann.

Das Feuerwehrgerätehaus in Märkt ist bekanntlich zu eng geworden und technisch veraltet. Im Juli 2015 beschloss der Gemeinderat daher, ein neues Gerätehaus zu bauen, und beauftragte die Verwaltung, den Bedarf an Räumen und einen geeigneten Standort zu ermitteln. Zwei von acht überprüften Standorten nahm die Verwaltung in die nähere Auswahl. Bürgermeister Huber empfahl dem Ortschaftsrat, das Feuerwehrhaus am Ortsausgang an der Kreisstraße nach Eimeldingen und am Verbindungssträßchen nach Efringen-Kirchen zu bauen. Dort besitzt die Stadt ein geeignetes Grundstück, zwei Nachbarn seien grundsätzlich bereit, Gelände zu verkaufen. An diesem Standort könnte, so Huber, das Gerätehaus bei Bedarf später auch erweitert werden. Zudem ermöglicht er ein sicheres Ein- und Ausrücken der Wehrleute.

Bürgermeister Huber hob außerdem hervor, dass man mit dem Bau des Gerätehauses zwei weitere vom Ortschaftsrat gewünschte Projekte voranbringen könnte. Zum einen könnte der Radweg nördlich der Kreisstraße Richtung Eimeldingen weiter geplant und vielleicht im ersten Abschnitt schon gebaut werden, stellte Huber in Aussicht. Außerdem müsste das Ortsschild Richtung Gemarkungsgrenze versetzt werden, so dass Autofahrer früher abbremsen müssten.

Der zweite Standort neben der Ortsverwaltung, wäre zwar zentraler, führte Huber aus. Doch da dort ein Nachbar ein Wegerecht habe, käme das Gerätehaus auf dem Festplatz zu stehen, wo die Märkter ihr traditionelles Fischerfest feiern.

An beiden Standorten könnte im Feuerwehrhaus auch die Ortsverwaltung untergebracht werden. Für die Wehr sind auf rund 300 Quadratmetern eine Fahrzeughalle, Sanitäranlagen, ein Mannschafts-, ein Schulungsraum und Nebenräume eingeplant. Der Schulungsraum könnte auch als Sitzungszimmer für den Ortschaftsrat und als Trauzimmer genutzt werden.

Ein Jugendraum ist nicht mehr eingeplant. Junge Leute aus Märkt hätten im Jahr 2015 den Jugendraum im Schulhaus renoviert und bezogen, begründete der Bürgermeister dies. Unterstützt von Ortsvorsteher Stefan Hofmann forderte Christoph Schröder trotzdem, im neuen Gerätehaus Platz für einen Jugendraum vorzusehen. Der Raum in der Schule sei schon einmal in Frage gestellt worden, auch weil die Jugendlichen und die Grundschüler die gleichen Toiletten benutzten, sagte er. Darin sah Huber kein Problem. Er betonte, dass auch die Hermann-Daur-Schule selbst nicht in Frage stehe: "Die Schülerzahlen sind stabil."

Der DLRG will die Stadtverwaltung das heutige Feuerwehrhaus in Märkt zur Miete anbieten. Die heutigen Räume der Ortsverwaltung sollen zu einer Wohnung umgebaut werden, was Ortschaftsrat Schröder allerdings ablehnte. Um den Bauantrag vorzubereiten, ist im Haushaltsentwurf für 2017 die Summe von 85 000 Euro angemeldet.

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