Feuerwehr sieht Probleme beim Rangierbahnhof

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Der Rangierbahnhof ist für die Weiler Feuerwehr schwieriges Terrain, das großen Aufwand bedeutet. Sie fordert ein Havariebecken und bessere Zufahrtswege.

Die jüngsten Gefahrguteinsätze haben es einmal mehr gezeigt: Der Rangierbahnhof ist für die Freiwillige Feuerwehr ein schwieriges Terrain. Daran haben auch die vielen Anläufe, die die Stadt und die Feuerwehr Seite an Seite in den vergangenen Jahren unternommen haben, um Verbesserungen herbeizuführen, nichts geändert. Die Forderung nach einem sogenannten Havariebecken, auf das defekte Waggons rangiert werden könnten, um etwa austropfende Flüssigkeiten gefahrlos für die Umwelt umpumpen oder gefährliche Stoffe umladen zu können, gehört ebenso dazu, wie eine bessere Wasserversorgung entlang der Gleisanlagen und auch kürzere Zufahrtswege.

"Die Situation ist für uns nach wie vor sehr problematisch", erklärt denn auch Stadtbrandmeister Klaus Gempp nach dem jüngsten Einsatz. Der hatte sich zwar nach mehr als zwei Stunden, die die Analyse der unmittelbar im Bahnhofsbereich austropfenden Flüssigkeit gedauert hatte, als relativ harmlos herausgestellt. Der Aufwand für die Feuerwehr war gleichwohl enorm.

Der Weg des Wassers ist zu weit

Da es sich nach den Frachtpapieren und der Kennzeichnung an dem undichten Kesselwagen um eine leicht entzündliche und explosive Flüssigkeit handeln sollte, hatte die Feuerwehr zunächst den Bahnhof abgesichert. Um dafür genügend Wasser herbeizuschaffen, mussten Schlauchleitungen von der Müllheimer Straße auf der Höhe des Hotels Leopoldshöhe bis an den Bahnhof und von dort über die B 3 hinweg durch die Unterführung bis an das entsprechende Gleis gelegt werden – eine nähere Wasserentnahmestelle gibt es nicht.

Immerhin ist im Bereich des Bahnhofs der Zugang zu den Gleisen eher unproblematisch – ganz anders als an den meisten anderen Stellen zwischen Weil und Haltingen. Von der östlichen Seite, entlang der B 3, sind die Gleise so gut wie nicht erschlossen. Meist müssen die Feuerwehrmänner von der westlichen Seite her ihre Einsätze starten und in schwerer Atemschutzmontur lange Wege über die Gleise hinweg zu Fuß absolvieren, um an die Einsatzstellen zu gelangen.

 

Für Gempp sind die jüngsten Einsätze denn auch Anlass, nicht locker zu lassen und einmal mehr an die alten Forderungen zu erinnern. Vielleicht, so die Hoffnung, lassen sich ja doch noch Verbesserungen durchsetzen.

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