Was ist zu tun, wenn es brennt

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Was tun, wenn es brennt" Wie verhalte ich mich richtig, und wie verständige ich korrekt die Feuerwehr" Sachkundige Auskünfte auf diese und viele andere Fragen sowie als Anschauung ein simulierter Küchenbrand hat es am Dienstagabend in der Haltinger Flüchtlingsunterkunft gegeben. Die Feuerwehrabteilung Haltingen hat eigens dazu eine Informationsveranstaltung ausgerichtet. Von Renate Wendt Weil am Rhein-Haltingen. Zum Auftakt der Veranstaltung trafen sich die Flüchtlinge mit Heimleiter Bernhard Heyl im Gemeinschaftsraum der Unterkunft, wo Abteilungskommandant Jürgen Engler die Feuerwehr, deren Aufgaben und Einsatzkleidung vorstellte. Angst vor der Uniform, die vorsichtshalber zunächst beiseite gelegt wurde, hatten die Flüchtlinge jedoch nicht. Themenschwerpunkte der Information bildeten das richtige Verhalten im Brandfall sowie die korrekte Verständigung der Feuerwehr. Neben einem an die Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft verteilten Bild-Flyer zur anschaulichen Verständigung wurden die informativen Ausführungen des Abteilungskommandanten zusätzlich in kurdischer, arabischer und persischer Sprache von einigen darin sprachlich versierten Flüchtlingen übersetzt. Die englische Übersetzung übernahm der aus Australien stammende und jetzt in Haltingen wohnende Feuerwehrmann Cameron Stevens. Die kleine Nevin Yildirim aus Haltingen übersetzte in der türkischen Sprache und machte ihre Sache dabei recht gut. Die neunjährige Schülerin der Haltinger Hans-Thoma-Schule besucht regelmäßig die Flüchtlingsunterkunft, um dort mit den Kindern zu spielen. Sie hat dadurch auch schon Freunde gewonnen. Interessiert lauschten die Flüchtlinge den Informationen. So wurde unter anderem die lebenswichtige Bedeutung und Funktion des Rauchmelders erklärt, der sich in jedem Wohnraum in der hinsichtlich dem Brandschutz sicheren und ebenerdigen Flüchtlingsunterkunft befindet. Komme es in der Flüchtlingsunterkunft dennoch zum Brandfall, ist es laut Jürgen Engler wichtig, möglichst schnell ins Freie zu gelangen, um sich anschließend beim Sammelplatz am Sägischopf zu treffen. Erklärt wurde zudem die richtige Alarmierung der Feuerwehr, bei der vor allem Ort und Straße mitgeteilt werden sollten. Ergänzend dazu gab es eine Vorführung durch die Wehrleute, wobei in einem Gemeinschaftsküchentrakt ein Küchenbrand simuliert wurde. Dabei lernten die Flüchtlinge auch das Einsatzfahrzeug LF 16/12 der Haltinger Feuerwehrabteilung kennen, das mit Blaulicht und Sondersignal angefahren kam. Mittlerweile quoll auch schon bedrohlich der künstlich erzeugte Rauch aus dem Küchentrakt. Angenommen wurde zudem die Rettung einer im Raum vermissten Person, die von Fritz Engler, dem Sohn von Abteilungskommandant Jürgen Engler, dargestellt wurde. Unterstützung leistete aber auch Tochter Katrin mit Fotos für die Feuerwehr. Mittels Atemschutztrupps gelang es denn auch, den „Verletzten“ aus dem verqualmten Raum zu retten. Danach konnten die weiteren Löscharbeiten erfolgen. Aufmerksam verfolgten die Flüchtlinge das Geschehen sowie die einzelnen Arbeitsschritte und spendeten nach Abschluss der Übung auch reichlich Applaus. Danach bestand noch die Möglichkeit, das Einsatzfahrzeug und die Ausrüstung zu besichtigen. Wie von Abteilungskommandant Jürgen Engler zu erfahren war, habe man sich eine Veranstaltung in dieser Form in der Flüchtlingsunterkunft schon lange vorgenommen und nun realisieren können. Laut Heimleiter Bernhard Heyl befinden sich derzeit 175 Flüchtlinge in der Unterkunft, von denen die meisten beschäftigt sind in Kursen, Jobs oder gar Ausbildung. Eine Familie fand bereits eine Wohnung in Häg-Ehrsberg.

Letzte Änderung am Donnerstag, 19 Mai 2016 16:50

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